In Deutschland und Österreich läuft die Regulierung des Glücksspiels schon längst, Italien will nun das Glücksspiel in landbasierten Casinos eindämmen. Italien ist finanziell klamm, da ist es verwunderlich, dass das Land diesen Schritt macht. Italien setzt auf das Internet und hat mit AAMS eine Lösung zur Kontrolle des Online-Glücksspiels eingeführt.

Fokus der Politik auf Spielautomaten und Lotterien

Glücksspiel bietet gute Gewinnchancen und erfreut sich mit

  • klassischen Casino-Spielen
  • Wetten
  • Poker
  • Spielautomaten
  • Rubbellosen
  • Lotto

großer Beliebtheit. Gezockt wird vor allem in wirtschaftlich schwachen Zeiten; der Staat müsste damit eigentlich zufrieden sein, da die Einnahmen steigen. Das wird in Italien allerdings als Problem angesehen, denn mehr als 250.000 Menschen sollen dort spielsüchtig sein.

Über 30 Prozent der Spielautomaten sollen abgeschafft werden

Die Zahl der Spielautomaten soll in Italien bis 2019 stark reduziert werden; innerhalb der nächsten drei Jahre sollen 30 Prozent der aufgestellten Automaten entfernt werden. Die italienische Regierung will verbesserten Spielerschutz gewähren, doch ob das gelingt, ist fraglich. Dort, wo Spielautomaten aufgestellt sind – in Bars, Spielhallen und Kiosken – ist mit Umsatzeinbußen und dem Wegfall von Arbeitsplätzen zu rechnen. Auch für die Kommunen bedeutet das Einbußen bei den Einnahmen.

Falsche Logik der Regierung

Eine verringerte Anzahl an Spielautomaten führt nicht automatisch dazu, dass spielsüchtige Spieler weniger spielen – die italienische Regierung liegt mit ihrer Logik falsch. Die Eindämmung der Zahl der Spielautomaten hat in Deutschland und Österreich keine Auswirkungen auf das Spielverhalten spielsüchtiger Spieler, auch in Italien wird das nicht anders aussehen. Der Schritt der Regierung Renzi, die Zahl der Spielautomaten zu reduzieren, könnte zu einem Wegfall von Einnahmen durch Touristen führen, denn so mancher Tourist verzockt einen Teil seines Geldes auch in italienischen Spielhallen.

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